Crash in Marakesch
5. November 2009
Wir waren in Marrakesch an der Ampel gestanden und auf einmal fährt mir so ein Motorrikscha Fahrer in die Seite rein. Sarah hat angefangen zu schreien und ich dachte schon sie wäre verletzt. Aber zum Glück ist nix passiert. Dann kam die Polizei und sie meinte wir sollen das ohne Polizei klären. Wahrscheinlich hatten die keine Lust zu arbeiten J . Ich hab dem Rikscha Fahrer dann gesagt er soll mir umgerechnet 50 € geben. Aber er sagte nur er ist arm und hat kein Geld. Er hat mit den Polizisten gesprochen und die meinten , es kommen gleich ein paar Spezialisten um alles zu klären. Nach 10 min warten kamen sie und wollten erstmal meine Papiere sehen. Sie haben dann nur gemeint wir sollen nach Casablanca fahren um das mit der Versicherung zu klären. Oder ich solle die Papiere des Rikschafahrers und meine nach Deutschland zu meiner Versicherung schicken um Geld zu bekommen. Warum hab ich nicht verstanden, denn ich war nicht der Schuldige und deswegen hätte meine Versicherung meinen Schaden auch nicht bezahlt. Am Ende hab ich dann gesagt er soll mir 10 € geben dann ists ok, ich denke das wollten die Polizisten auch erreichen. Der Rikschafahrer musste dann jemanden anrufen, der ihm Geld brachte. Nach 30 min hatte ich dann die 10 € und wir konnten endlich zum Hotel fahren.

Staub und Hitze
5. November 2009
Nach Meknes haben wir Fes angesteuert. Fes hat die grösste Medina in Marokko und es ist wirklich wie ein Labyrinth darin. Kleine Gassen in alle Richtungen, viele Sackgassen. Ausserdem haben wir hier eingekauft, geschraubt, uns ausgeruht usw…
Nach drei Nächten in Fes gings weiter Richtung Süden nach Merzouga. Dort war ich letzes Jahr schon und es gibt riesige Sanddünen . Ich ab mich gleich mal fetsgefahren….Anfänger halt. Ein paar Leute halfen uns wieder rauszukommen. Danach gings zu Fuss auf die Sanddünen. Von unten sieht es ja ziemlich harmlos aus, aber dort hoch zu kommen ist verdammt anstrengend.
Am nächsten Tag wollten wir dann eine Piste entlang der algerischen Grenze fahren, aber nach etlichen Diskussionen und dem Rat des Hotelchefs haben wir uns aus Sicherheitsgründen und dem Zustand der Piste dagegen entschieden. Der andere Plan wäre gewesen, das Marcel und ich mit dem Land Rover die Piste und Sarah und Barbara mit meinem Auto die Asphalt Strasse gefahren wären. Aber mit einem Auto wollten wir dann doch nicht die Piste fahren , deshalb sind wir gemeinsam nach Nekob in die Berge des Jebel Sahro.
Die erste Nacht dort verbrachten wir noch auf einem Campingplatz in Nekob bevors dann am nächsten Tag die Piste hoch ging in die Berge. Auch von dieser Piste wurde uns abgeraten , da der Mercedes nicht hoch über der Strasse liegt. Aber ich wollte es wissen und somit machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg in die Berge mit beiden Autos. Es war ziemlich anstrengend zu fahren. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug ca. 10 kmh. Für die 30 km bis zum Campingplatz brauchten wir 3 Stunden, aber wir sind durchgekommen. Wir waren wohl einen Attraktion dort, den einen 190 er hat wohl selten jemand auf dieser Piste gesehen. Es waren nur Geländewagen oder Mercedes Lieferwagen unterwegs hier.
Total erschöpft kamen wir dann endlich im Camp an, haben Zelte, Tische und Stühle aufgebaut und uns Kartoffeln mit Eiern gekocht. Mit den Gastgebern konnten wir nur wenig kommunizieren da er kaum Französisch oder Englisch sprechen konnte. Nach einer Partie Rummy gingen wir dann geschafft ins Bett.
Am nächsten Tag standen wir dann wieder mal früh auf, denn eine Bergtour stand bevor. Die ersten paar Kilometer auf dem Wanderweg waren noch sehr angenehm und jeder war guter Laune. Keiner konnte erwarten welche Strapazen uns bevorstanden. Denn irgendwann mussten wir den Wanderweg verlassen um wieder zurück zum Camp zu kommen. Den gleichen Weg wollten wir ja nicht laufen. Erst liefen wir durch ein Flusstal und dann orientierten wir uns an der Felsformation Bab`n Ali die in der Nähe des Camps lag. Aber dazwischen kamen hunderte kleine Täler die wir durchqueren mussten. Die Laune wurde von Tal zu Tal schlechter und Barabaras Knie machte auch nicht mehr so richtig mit. Ich bin vorausgelaufen und hab den besten Weg ausgekundschaftet. Inzwischen war es schon nach Mittag und wir machten uns Sorgen ob wir es bis vor Sonnenuntergang , der hier ziemlich früh ist, zum Camp schaffen. Um 16 Uhr erreichten wir dann letzendlich das Camp und gönnten uns erstmal ein kaltes Bier.
Nach einer kleinen Panne am Land Rover sitzen wir nun am Rande des Atlasgebirges in Quarzazate auf dem Campingplatz. Morgen geht’s weiter nach Marrakesch.
Gefahrene Kilometer seit Goeggingen: 4000 km
Fotos gibts hier:
http://picasaweb.google.de/Sempf1978/Marokko2#5400603358170636642
Marokko
25. Oktober 2009
Seit 22.Oktober sind wir nun endlich in Afrika. Wir haben mit der Schnellfähre Tarifa-Tanger übergesetzt, die nur 35 min gebraucht hat. Und schon waren wir in einer total anderen Welt. Unser erstes Ziel war das blaue Städtchen Chefcouan im Rifgebirge, einem der grössten Mariuanha Anbaugebiete der Welt. Dementsprechend oft wurde uns auch dieses Zeug auf den Strassen angeboten. Sogar in den Restaurants gibt es Minztee mit Kick. Am nächsten Tag haben wir dann Marcel getroffen , der mit der Fähre Genua – Tanger gekommen war und sich dann auf einem Campingplatz in Chefcouan eingerichet hatte. Er ist dann mit uns noch für eine Nacht ins Hotel Marrakesch gekommen. Die Mitarbeiter in diesem Hotel waren wirklich sehr freundlich. Einer hat mich in eine Hamam mitgenommen und mir erklärt wie alles funktioniert. Die Hamam ist eine Art Dampfbad in dem man von einem Mann gewaschen wird. Männer sind von Frauen getrennt. Als erstes bekommt man einen Eimer mit warmen Wasser, um sich damit abzuwaschen. Als nächstes schmiert man sich mit einer öligen Paste den ganzen Körper ein, lässt alles ein paar Minuten einziehen und wäscht es wieder mit Wasser ab. Danach musste ich mich auf den Steinboden legen und ein Mann mit einem Kratzhandschuh hat mir den ganzen Körper saubergeschrubbt. Das war aber noch nicht alles, als er dann fertig war musste ich meine Beine spreizen , damit er sie dann mit seinen Beinen auseinander drücken kann . Er hat erst aufgehört als ich angefangen habe zu schreien. Aber es ging noch weiter. Meine Arme hat er auch noch verzogen und meine Wirbelsäule gestreckt . Ich war froh als er endlich fertig war, denn es war die reinste Folter.
Gestern am 24. Oktober sind wir Richtung Süden nach Meknes gefahren und sind nun wieder in einem Hotel für 9 Euro die Nacht, da der Campingplatz leider geschlossen hatte. Auf dem Weg dorthin haben wir zwei Tramper aus Kanada mitgenommen. Es war ein Pärchen die gerade in den Flitterwochen sind.
Zurückgelegte bisher in Marokko: 350 km
Fotos:
http://picasaweb.google.de/Sempf1978/Marokko#5396531961803476978